Im Erstrundenduell der 1. Judo-Bundesliga in der Saison 2026 stand das UJZ Mühlviertel dem Sanjindo Bischofshofen auswärts in Bischofshofen gegenüber.
Beide Teams teilten sich im Vorjahr den 3. Platz beim Final Four. Ein echter Kracher gleich zum Saisonstart!
Zu den Kämpfen:
Beide Teams behielten in beiden Durchgängen dieselbe Aufstellung.
Bis 60 kg durfte sich Orgil zweimal dem Bischofshofener Legionär Volleman stellen. Orgil war mutig und motiviert. Leider war gegen den Niederländer nichts zu holen, allerdings muss erwähnt werden, dass sich unser junger Orgil im zweiten Durchgang über die ganze Kampfzeit teuer verkauft hat. Eine beachtliche Leistung für einen U18-Sportler gegen einen starken Legionär!
Bis 66 kg durfte Vache ins Geschehen eingreifen. Obwohl Vache eigentlich bis 60 kg abgewogen hatte, stellte er sich der Herausforderung in der höheren Gewichtsklasse und zeigte eine bärenstarke Leistung! Im ersten Kampf gab er früh eine spektakuläre Wazari-Wertung ab und holte sich dennoch mit absoluter Entschlossenheit den Punkt. Im zweiten Durchgang warf Vache souverän Ippon.
Bis 73 kg zeigte Jakob Wiesinger wieder einmal, warum diese Gewichtsklasse den Mühlviertlern gehört. Jakob dominierte beide Kämpfe im Stand und am Boden und sicherte dem UJZ dadurch zwei wertvolle Punkte.
Bis 81 kg durften wir uns ausnahmsweise den Landesliga-Punktegaranten Richard Pröll ausborgen. Seine Aufgabe war der italienische Legionär Manuel Parlati. Richi war motiviert und versuchte alles in seiner Macht Stehende, allerdings war gegen den Italiener an diesem Abend leider nichts zu holen. Danke Richi für die positive Energie, die du immer mitnimmst – nächstes Mal holst du dir den Punkt!
Bis 90 kg griff Christoph „Breiti“ Scheiblhofer an. Gegen seinen Bischofshofener Kontrahenten zeigte Breiti zwei starke Kämpfe. Im ersten Durchgang dominierte er das Geschehen mit seinem Griffkampf und ging verdient mit Yuko in Führung. Lange verlief alles nach Plan, und nach einem missglückten Angriff seines Gegners wollte Breiti eine Kontertechnik anwenden, wurde beim Kontern jedoch überraschend selbst gekontert. Leider konnte sich Breiti auch im zweiten Durchgang nicht mit einem Punkt belohnen. Fazit: Die Einstellung stimmt und manchmal soll es einfach nicht sein. Kopf hoch und Fokus auf den nächsten Kampf.
Bis 100 kg lieferte sich Emil Füreder zwei spannende Kämpfe mit einem Bischofshofener Routinier. Den ersten Durchgang könnte man als regelrechte Griffschlacht bezeichnen. Emil fand zunächst keinen wirklichen Weg zum Erfolg und unterlag schließlich in einem bis zum Ende sehr offenen Match. Im zweiten Durchgang sah es zu Beginn so aus, als hätte Emil ein Rezept gegen seinen griffstarken Gegner gefunden. Und wie es beim Judo manchmal so ist, wurde er aus dem Nichts auf dem falschen Fuß erwischt und landete am Rücken.
Im Schwergewicht verstärkte uns Stephan Hegyi. Gegen den echten Wiener scheint kein Kraut gewachsen zu sein. Stephan gewann beide seiner Kämpfe vorzeitig mit zwei sehenswerten Würfen mit Ippon.
Zusammenfassung:
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die erste Begegnung in der 1. Judo-Bundesliga einen echten Krimi darstellte. Alle Kämpfe waren spannend und aus unserer Sicht wäre sicherlich mehr möglich gewesen.
Unsere Mühlviertler Männer waren motiviert und hungrig auf den Kampf. Allerdings konnten wir die 50:50-Kämpfe am Ende nicht für uns entscheiden und müssen die Niederlage akzeptieren und aus unseren Fehlern lernen.
Nun geht es weiter: Die Saison hat gerade erst begonnen und unser Fokus richtet sich bereits auf Runde 2. Bis dahin wird hart trainiert – und dann wird auch das Quäntchen Glück, das im Sport manchmal entscheidend ist, wieder auf unserer Seite sein.






