20. May

Tränen zum Abschied

Marianne Hollensteiner setzt beim 5:9 in Bischofshofen einen rührenden Schlusspunkt unter ihre Bundesliga-Karriere.

Zwei Kosotogaris, dann flossen die Tränen.

 

Marianne Hollensteiner gelang mit den zwei Waza-ari-Wertungen gegen Maria Höllwart der perfekte Schlusspunkt ihrer Bundesliga-Karriere. Als die 35-Jährige von der Matte kam, gab's von ihren Teamkolleginnen die Welle und sie selbst konnte die Tränen nicht mehr zurückhalten.

 

Die elffache Staatsmeisterin (Vereinsrekord) hatte vor dem 5:9 in Bischofshofen angekündigt, dass sie wegen einer beruflichen Veränderung ab Herbst voraussichtlich nach Bayern gehen werde, deshalb dem Team wohl nur noch in Notfällen zur Verfügung stehen werde.

 

Dass sie sich nun ein derartig schönes Abschiedsgeschenk bescherte, hatte sie selbst nicht erwartet. Hinter vorgehaltener Hand hatte "Moarli" im Vorfeld der Partie verraten, dass es gerade für ihren letzten Kampf angenehmere Gegnerinnen als die robuste Höllwart gegeben hätte. 


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Das hatte sich auch im ersten Durchgang gezeigt, als sich die Bischofshofenerin mit einem Waza-ari für eine Kontertechnik durchgesetzt hatte. Der danach folgende Sieg machte die Freude freilich umso größer.

 

Chance auf Sieg war da

 

Das UJZ brachte den Schlusspunkt unter diese Bundesliga-Saison nicht so schön hin wie es Hollensteiner tat. Nach dem 5:9 beenden die Mühlviertlerinnen die Kampfzeit sieglos und werden beim Final Four nur Zuseherinnen sein.

 

Am Samstag in Bischofshofen war die Chance auf den Sieg realistisch gewesen, da Kathrin Schlögl bis 63 kg Stefanie Hutter mit einem donnernden Tomoenage geschlagen und sich Rebekka Autengruber gegen Christina Raffler im Golden Score durchgesetzt hatte. Addiert mit dem kampflosen Punkt von Andrea Dall (-52) machte das drei Zähler, wobei auch Hollensteiner vor der Pause knapp dran gewesen war. 

 

In Durchgang zwei konnten Hutter und Raffler ihre Partien allerdings drehen, was die Siegchance letztlich begrub. Bis 57 kg blieben Tamara Höfer und Pamela Neubauer ebenso erfolglos wie Helene Wolfmayr bis 78. Gleiches gilt auch für die junge Hannah Füreder, die bis 48 gegen Europacup-Medaillistin Lisa Dengg brav mitkämpfte.

 

Bereits vor der Partie in Bischofshofen starteten innerhalb des Teams Gespräche, ob und wie es für den UJZ in der Bundesliga weitergehen soll. Dass es dabei die ein oder andere Veränderung geben muss, ist sicher.
"Diese Saison verlief für uns nicht nach Wunsch. Wenn man die Einzelkämpfe betrachtet waren zwar oft sehr knappe Partien dabei, das hat sich im Gesamtergebnis jedoch nicht niedergeschlagen. Wir wollen nicht nur mitkämpfen, sondern wieder ganz vorne um den Titel mitmischen. Jetzt müssen wir gemeinsam überlegen, wie wir das schaffen können, bevor wir uns entscheiden, auch in der kommenden Saison eine Mannschaft zu stellen.", lässt Teamführerin Sarah Jonas schon einmal wissen.


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