07. Jan

Jede Menge Niederschlag

Draußen Schnee, drinnen Schweiß: Das neue Kalenderjahr erlebte mit den Trainingslagern in Linz und Straßwalchen einen starken Start.

Während draußen Frau Holle kräftig zu Werke war, gab es bei den Trainingslagern in Linz und Straßwalchen auch drinnen jede Menge "Niederschlag".

 

Groß war das Getümmel auf der Linzer Gugl, wo über 220 Judoka aus sechs Nationen schwitzten. Darunter auch eine knapp 30-köpfige Delegation aus Dänemark unter der Leitung von Teamchef Peter Scharinger sowie dessen Verbands-Präsident Søren Studsgaard. Diese verkündeten während des Trainingslagers, dass der Vertrag des Mühlviertlers bei den Skandinaviern bis Jahresende 2020 verlängert wird. "Darüber bin ich sehr froh", sagte Scharinger, der bei seiner Arbeit in Dänemark bereits viel lernen und einiges bewegen konnte.

 

Apropos Skandinavien: Da Miklos Ungvari (HUN) wegen einer TV-Show als Gasttrainer für das Linzer Trainingslager absagen hatte müssen, war kurzerhand Joakim Dvärby für ihn eingesprungen. Der schwedisch UJZ-Legionär führte souverän durch die Woche und zeigte sein Repertoir. Der 29-Jährige hatte noch nie zuvor, vor so einer großen Menge seine Techniken präsentiert - und das auch noch in Englisch. "Anfangs war er deshalb schon etwas nervös", verriet UJZ-Trainer Martin Schlögl, der den Kontakt hergestellt hatte. Doch das legte sich und schon bald hatte der 100-kg-Koloss sichtlich Spaß beim Werken.

 

Während der Woche traf zudem auch noch Verstärkung aus seiner Heimat ein. Seine Lebensgefährtin Mia Hermansson - ebenfalls eine schwedische Spitzenjudoka - kam fast direkt von einem Neuseeland-Urlaub nach ins Trainingslager.

 

Als recht spannend entpuppte sich das von U18-Nationaltrainer Ernst Hofer initiierte Athletengespräch mit Dvärby, bei dem Letzterer dem Kader seinen Werdegang schilderte. So stammte er aus einer 2700-Seelengemeinde und sein erster Trainer hatte den Orangegurt. "Wir mussten uns Judo gegenseitig beibringen", sagte er. Nach einer Pause hatte er noch einmal mit Judo angefangen. "Dann sind wir bis zu dreimal die Woche hundert Kilometer nach Stockholm ins Training gefahren." Und als er 19 Jahre alt war, wurden die Beingreifer verboten, womit er plötzlich ohne Wurftechniken dastand. "Ich musste praktisch noch einmal von vorne beginnen." Das und dass er lange gar nichts mit Judo verdiente, konnte ihn aber auch nicht von seinem Weg in die internationale Spitze abbringen.

 

Herren-Kader schwitzte in Straßwalchen

 

Einige UJZ'ler nutzten die Gelegenheiten auf der Gugl sehr emsig. Von den älteren Mühlviertlern waren aber auch einige in Straßwalchen, wo das Teilnehmerfeld diesmal überschaubarer war. Nicht zuletzt wegen der Anwesenheit des ÖJV-Herren- sowie -U21-Kaders war das Niveau in der Gerhard-Dorfinger-Halle allerdings ein sehr hohes.

 

Einige der UJZ'ler nutzten sogar beide Trainingslager. Für Daniel Allerstorfer geht es nun Schlag auf Schlag: Für ihn und den Rest des Kaders geht es nun weiter nach Mittersill, wo in der kommenden Woche das internationale Trainingslager beginnt. Das UJZ wird Mitte der Woche sowie zum Ende der Woche noch Bus-Ladungen an Sportlern hinschicken.



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