01. Dec

Er ist "Mister Bundesliga"

Daniel Allerstorfer hat gemeinsam mit einem zweiten Oberösterreicher die beste Saisonbilanz der Liga. Warum er froh ist, im Advent in Japan zu sein:

Bei allen 14 möglichen Grunddurchgangskämpfen stand Daniel Allerstorfer in dieser Bundesligasaison seinen Mann - und in 13 Fällen gab es am Ende einen Punkt für das UJZ. Die einzig echte Niederlage setzte es im zweiten Durchgang der Auftaktpartie in Wels (8:6) gegen den Ungarn Miklos Cirjenics.

 

Wels ist auch das Stichwort: Schließlich ist der Welser Shamil Borchashvili der einzige Kämpfer, der es wie Allerstorfer heuer auf eine 13:1-Siegbilanz brachte, womit sich die beiden den Titel "Mister Bundesliga" heuer teilen (zur ganzen Liste). Ausgezeichnet werden die beiden schon traditionell im Rahmen des Final Four am 16. Dezember in Gmunden.

 

Für Allerstorfer hat seine Bilanz jedoch einen kleinen Schönheitsfleck. "Die Statistik ist zwar schön, allerdings hätte ich lieber gegen den Grilli (Christoph Kronberger; Anm.) lieber auf der Matte gewonnen", spricht er die beiden Niederlagen gegen Flachgau an, welche durch einen Medikamentenirrtum des Salzburgers im Nachhinein in zwei Siege Allerstorfers geändert wurden.

 

Keine Lust auf die Stille Zeit

 

Der Final-Four-Termin wurde in den vergangenen Monaten durchaus zum Thema, da er zweimal verschoben wurde, ehe er endgültig auf den 16. Dezember geparkt wurde, was aber nicht alle Probleme löste, schließlich war ein Japan-Trainingslager bis 15. Dezember anberaumt gewesen. Und die Teamkämpfer einen Tag einen Tag nach der Knochenmühle Japan samt Jetlag kämpfen zu lassen, wäre gleichermaßen sinnbefreit wie unverantwortlich gewesen.


Die zwei Busse sind schon fast voll: Schnell noch anmelden!

Darum wurde das ganze Japan-Trainingslager nach vor verlegt, weshalb Allerstorfer, Laurin Böhler, Aaron Fara und Stephan Hegyi bereits die vergangenen eineinhalb Wochen auf der Kokushikan in der Präfektur Tokio schwitzten. "Für die Schweren, also über 81 Kilogramm, war es dort spitze", berichtet Allerstorfer. Als Trainingspartner stand dort unter anderem der zweifache Vize-Weltmeister Ryu Shichinohe parat, dem Dani bei der WM 2015 in Astana gegenüberstand. Trainer ist kein Geringerer als Keji Suzuki, zweifacher Weltmeister (2003, 2005) und Olympiasieger 2004.

 

Bei unter anderem 14 Mal fünf Minuten Standrandori spürte Allerstorfer also recht wenig von der sprichwörtlichen Besinnlichkeit der Adventzeit. "Was mir aber voll passt, weil mich der Adventrummel ohnehin nervt. Von daher wäre es mir recht, wenn wir gar erst drei Tage vor Weihnachten zurückkommen würden", so der WM-Siebente, der am kommenden Montag (4.12.) seinen 25. Geburtstag feiert.

 

Das schönste Geschenk dazu könnte er sich selbst mit einer guten Leistung beim Grand Slam in Tokio machen, bei dem er am Sonntag kämpft (Auslosung und Ergebnisse). "Danach werden wir noch das Trainingslager im Kodokan mitmachen, ehe es zurück in die Heimat geht."

 

Ebenfalls in Japan auf Trainingslager ist derzeit Wojtek Kanik, der gemeinsam mit einer OÖ-Gruppe rund um Landestrainer Klaus Peter Stollberg in Katsuura und auf der Daito-Bunka-Universität in Tokio trainiert.


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