24. Mar

Driton meldete sich freiwillig zur 14-Tagesschicht

Das UJZ packt an: Driton Shala und seine Feuerwehrkameraden sind selbst für den Fall der Fälle gerüstet. "Jeder steht für den anderen ein."

Seit 2016 ist Driton Shala bei der Berufsfeuerwache Nord in Linz-Urfahr stationiert. Seither sahen sich er und seine Kameraden (Foto: Berufsfeuerwache Linz Nord) keiner solchen Herausforderung wie jetzt gegenüber. Besondere Umstände erfordern besondere Maßnahmen:

 

Um auch im Falle möglicher Infektionsfälle voll einsatzfähig zu bleiben, hat die Feuerwehr ihren Dienst umgestellt. Ein Teil der Truppe schiebt eine 14-Tagesschicht, sprich: bleibt für zwei Wochen durchgehend und weitesgehend isoliert in der Wache. Danach kommt ein anderer Truppenteil für weitere 14 Tage zum Einsatz.

 

Eine einschneidende Umstellung, die auch die Freiwilligkeit der Feuerwehrleute benötigt. Um diese musste man sich keine Sekunde sorgen. „Es hat sich sofort jeder von uns freiwillig gemeldet, der nicht daheim Pflegetätigkeiten nachkommen muss“, schildert Shala. Der Zusammenhalt sei sogar so groß, dass sich mehr als zunächst benötigt meldeten. „Jeder steht für den anderen ein“, sagt der 28-Jährige,

 

Für jeden Fall gerüstet

Der Tagesablauf in der Feuerwehrwache wurde auf die Richtlinien des Social Distancings angepasst. Da die Verpflegungs- und Reinigungskräfte bereits für Krankenhäuser abgezogen wurden, hat die Feuerwehr auch die Instandhaltung der Wache intern organisiert.

 

Die Feuerwehr konzentriert sich derzeit auf ihre gewohnten Aufgaben. Wegen des runtergefahrenen öffentlichen Lebens sei es entsprechend ruhig, erklärt Shala. Sollte sich die Lage allerdings zuspitzen und Beschränkungen erhöht werden müssen, würde die Feuerwehr zur Gewährleistung der Versorgungskette herangezogen werden.

 

„Die Helden sind momentan neben den medizinischen Arbeitskräften auch die Supermarktmitarbeiter“, sagt Shala. Der Vater eines Sohnes wartet vorerst noch Zuhause auf seine 14-Tagesschicht. „Aber sollte jemand ausfallen, stehe ich parat.“

 

Mit der Artikelreihe „Das UJZ packt an“ möchte der Verein jene Mitglieder in den Fokus riücken, die in dieser außergewöhnlichen Zeit das gesellschaftliche Leben mit ihrer (beruflichen) Tätigkeit am Laufen halten. Danke für euren Einsatz!



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