01. Dec

Gemischtes Team mit gemischten Gefühlen

Kaum Freude über Bronze: Ein annullierter Ipponsieg verhagelte dem U16-Mixed-Team bei der ÖM in Kufstein die Laune. Alarmierender Starterrückgang.

Das mit dem Lachen fiel den meisten ein wenig schwer. Selbst die Bronzene um den Hals half da wenig.

 

Die UJZ-Schüler hatten bei der erstmalig als Mixed-Bewerb ausgetragenen U16-Teammeisterschaften in Kufstein am Sonntag soeben Bronze geholt. Von Jubelstimmung war allerdings keine Spur. 

 

Nach zwei Vorrundensiegen über Vienna Samurai (6:2) sowie der Union Kirchham (7:1) waren die mit vier Gastkämpfern (Helena Rottenhofer/Henndorf, Elena Hinterreiter/Gallneukirchen, Florian Kölzer/Reichraminger, Matthias Haim/Rapso - zwei sind einsatzberechtigt) verstärkten Mühlviertler ins Halbfinale gegen Galaxy eingezogen. Es entwickelte sich eine packende Partie, in der Lisa Peherstorfer, Helena Rottenhofer und Emil Füreder das UJZ mit 3:2 in Führung brachten, ehe es bis 66 kg zwischen Matthias Haim und Fabian Zellmann unübersichtlich wurde. 

 

Einen mit den Händen weitergeführten tiefen Seoinage Haims ließen die Video-Judges unbewertet, weshalb es in die Verlängerung ging. In dieser zog Zellmann einen verunglückten Abtauch-Versuch Haims ebenfalls mit den Händen nach - ebenfalls ohne Wertung. In der daraus entstehenden Bodensituation zog Haim einen Hebel durch - Ippon.

 

Die Video-Judges überprüften die Situation davor und entschieden auf kein Wurf, weshalb der Hebel-Ippon bestehen blieb, Haim sogar kurz zum Sieger erklärt wurde. Der Ober-Referee klinkte sich - im Gegensatz zur vorangegangenen Seoinage-Situation - diesmal allerdings ein und ließ die Entscheidung widerrufen. Waza-ari-Sieg also für Zellmann, was auf Unverständnis auf UJZ-Seite stieß.

 

Da Ronald Pröll im Schwergewicht letztlich auf 4:4 ausglich, musste ein Stichkampf gelost werden. Dabei wurde -46 gezogen, in der Jakob Reumüller auch ein zweites Mal unterlag. Die Enttäuschung über das Lospech trug das ihre zum Unverständnis über die 66er-Kampfentscheidung bei.

 

Das Starterfeld halbierte sich praktisch

Die Modus-Umstellung von der Einteilung in Mädels- und Burschen-Teams auf den heuer erstmals ausgetragenen Mixed-Bewerb hatte vor allem eines gebracht: weniger kämpfende Schüler. Und das deutlich. Vereinfacht gerechnet - also ohne unbesetzte Gewichtsklassen bzw. Wechsel:

 

  • 2018 in Klosterneuburg: 11 Teams x 8 Kämpfer = 88 Kämpfer
  • 2019 in Kufstein: 6 Teams x 8 Kämpfer = 48 Kämpfer

 

Selbst das Argument, dass ein Team mit vier Mädels und vier Burschen einfacher zusammenzubekommen wäre als ganze Geschlechter-Teams, bewahrheite sich gemäß der Zahl der teilgenommenen Vereine nicht. Waren es 2018 sieben verschiedene Klubs gewesen, sind es heuer nur mehr deren sechs.

 

Und dass das Prädikat "olympisch" (der Mixed-Bewerb ist 2020 im Olympischen Programm) nicht gleichbedeutend mit "attraktiv" ist, zeigten die Meldungen für die Mixed-Premiere der Erwachsenen. Für das ebenfalls am Sonntag in Kufstein ausgetragene Turnier hatten zunächst mit Bischofshofen und Stadlau gar nur zwei Teams genannt gehabt.

 

Neben Flachgau kam nach der Nennfrist kurioserweise auch noch Salzkammergut dazu. Den Oberösterreichern gebührt für ihre Unerschrockenheit ein Preis vom ÖJV, schließlich hatte der Landesliga-B-Klub keinen einzigen Kämpfer bei den Einzelstaatsmeisterschaften am Samstag am Start gehabt.

 

Der Titel ging an die starke Bischoshofener Truppe, die sich vor Flachgau und Stadlau durchsetzte.



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