26. Jan

Die ersten Titel des Jahres

Richard Pröll und Christoph Scheiblhofer küren sich in Klagenfurt zu Österreichischen U18-Meistern. Benni Rechberger überrascht.

Das geht ja gut los!

 

Das UJZ kehrt von den ersten Meisterschaften des Kalenderjahres, den Österreichischen U18-Meisterschaften in Klagenfurt, mit zwei Titeln heim. Richard Pröll (-66) und Christoph Scheiblhofer (-81) gelingt zwei Jahre nach ihren Siegen bei den Schülern (U16) nun eine Altersklasse höher eine Neuauflage ihres Doppelschlags - was das UJZ mit zweimal Gold, einmal Silber und einmal Bronze letztlich zum neuerlichen Sieg in der Vereinswertung führte. (Titelfoto: Oliver Sellner/ÖJV)

 

Vielleicht überraschender als Prölls Titel war sein Finalgegner: Benedikt Rechberger. Der Haibacher hatte seine gute Auslosung genutzt und sich mit drei Ipponsiegen ins Halbfinale katapultiert. In diesem erwischte er den Kirchhamer Johannes Beißkammer nach einer recht ausgebufften Leistung mit Seoi-otoshi.

 

Im reinen UJZ-Finale übersah der 15-Jährige gegen Pröll zwar früh einen Abtaucher, jedoch war Silber eine außerordentlich gute Ausbeute für seinen ersten Start bei einer Einzel-ÖM. "Nächstes Jahr will ich noch mehr", sagte der Nachwuchs-Kicker des LASK, der erst vor zwei Wochen wieder ins regelmäßige Training zurückgekehrt war. 

 

UJZ-Finale bis 66 kg zwischen Pröll und Rechberger:

 

 

Der als Nummer eins gesetzte Pröll hatte auf seinem Weg durch das Feld mit Jakob Kranixfeld ebenfalls einen Kirchhamer aus dem Weg zu räumen. Die beiden hatten erst vor einer Woche in der OÖ-Jugendliga die Klingen gekreuzt, bei der das Duell erst nach neun Minuten einen Sieger gefunden hatte. Auch diesmal ging das Match in die Verlängerung - und auch diesmal hatte der Mühlviertler das bessere Ende für sich. Als Pröll bei einem der vielen Tomoenage-Ansätze seines Gegners eine Handwurf versuchte, gab das Kampfgericht ein Waza-ari.

 

Für den Helfenberger sollte es nicht die einzige knifflige Partie an jenem Tag gewesen sein: Im Halbfinale stand der 16-Jährige gegen den Welser Thomas Ecker nach zwei Shidos bereits unter Druck, als er seinen Gegner in einen Würgegriff bekam. Ecker klopfte zwar nicht ab, blieb nach dem Trennkommando jedoch bewusstlos liegen. "Ich dachte, dass es aushalten kann, aber dann ging es ganz schnell und ich war weg", schilderte Ecker. Für den dritten 66er vom UJZ, Christian Pirngruber, war nach einem raschen Auftaktsieg in Runde zwei Endstation.

 

Da wurde fast noch ein Anzug fällig

 

"Hop oder drop". So könnte das Motto bei den Kämpfen von Scheiblhofer lauten. In Klagenfurt war es jedenfalls "hop". Der Gramastettner hat nach Freilos sowie zwei Siegen Finalgegner Oliver Rauch aus Wiener Neudorf per linkem Schwitzkastenwurf - der Spezialität von "Breiti" - ipponisiert.

 

Finale bis 81 kg zwischen Scheiblhofer und Rauch:

 

 

Um einiges knapper und nervenaufreibender war es allerdings im vorangegangenem Halbfinale gegen den Reichraminger Tobias Maier hergegangen. Da hatte der 16-Jährige nämlich erst eine Minute vor dem Ende einen Waza-ari-Rückstand ausgleichen können. Die Partie ging tief ins Golden Score und die Luft der beiden Kontrahenten bereits dem Ende zu, als sich Scheiblhofer letztlich mit einer Art O-uchi-gari doch noch das Finalticket krallte.

 

Sein Finaleinzug war es auch, der Helmut Mayer kurz ins Schwitzen brachte. Denn neuerdings soll auch im Finalblock der U18-ÖM der Betreuer an der Matte einen Anzug tragen. Und Mayer hatte den Kämpfern Tage zuvor versprochen, dass er Krawatte und Co. anlegt, wenn jemand ins Finale kommt. Jedoch hatte der Betreuer (wie die anderen UJZ-Coaches auch) darauf vergessen (bzw. übersehen, dass es diese Neuerung gibt). Glücklicherweise wurde diese Regel letztlich nicht exekutiert. (Im reinen UJZ-Finale bis 66 kg war ja kein Betreuer erforderlich gewesen.)

 

Bronze für Münch

 

Mit rund 70 kg versuchte sich Moric Münch bis 73 kg, was mit mittlerem Erfolg endete. Der Ottensheimer hatte sich in seinem zweiten Kampf lediglich dem späteren Titelgewinner Sebastian Dengg aus Bischofshofen geschlagen geben müssen. "Dass ich zweimal tiefen Seoinage geflogen bin, ärgert mich", sagte Münch, der auch drei Kampfsiege feierte.

 

Für die UJZ-Mädels endeten die Meisterschaften mit drei fünften Plätzen. Allen voran Hannah Füreder, die bis 52 kg zwei ihrer vier Partien für sich entschied. Sophie Gahleitner und Mathilda Rittsteiger lieferten bis 70 teils ansprechende Leistungen ab, gewannen von ihren drei Kämpfen jeweils einen. Wie Rittsteiger ist auch Lisa Peherstorfer noch Schülerin, die in der für sie noch etwas zu schweren Klasse bis 40 kg zweimal verlor und deshalb nicht in die Wertung kam.

 

Am Sonntag folgt die U23 mit ebenfalls einigen UJZ-Hoffnungen.



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