09. Jan

Schnee: Sorgen in Mittersill

Die großen Schneemassen beeinträchtigen auch Österreichs größtes Trainingslager in Mittersill. ÖJV-Team musste umziehen.

Als hätte es in der Vorwoche nicht schon genug geschneit, soll es in dieser Woche bis Freitag in manchen Gebieten Österreichs einen weiteren Meter Neuschnee herunterhauen. Davon betroffen: Mittersill.

 

Die 5300-Einwohner-Stadt im Oberpinzgau ist in dieser Woche jedoch Schauplatz des größten Judo-Trainingslagers Österreichs. Wie jedes Jahr strömen Hundertschaften der besten Kämpfer der Welt nach Westsalzburg, um sich dort in der mit Matten ausgelegten Tennishalle des Sporthotels Kogler auf die neue Saison einzustimmen.

 

Dafür ist ein bisschen Schnee als Begleiterscheinung zwar ganz nett, aber in den derzeitigen Massen kann das zu Problemen führen. Dass schon in fast ganz Salzburg seit heute Mittwoch die höchste Lawinenwarnstufe ("Sehr hoch") gilt, sollte dabei noch das geringere Übel sein. Problematischer ist da schon, dass zwei der vier Hauptzufahrtsstraßen nach Mittersill gesperrt sind.

 

Das betrifft die aus dem Westen kommende Gerlos-Straße sowie die aus dem Süden kommende Felbertauernstraße. Auf der aus dem Osten kommenden B168 herrschte laut ÖAMTC-Seite Anfang der Woche bereits Lawinengefahr.

 

Schnee zwang ÖJV-Team zu Planänderung

 

Die Sperre der besagten Felbertauernstraße hat direkte Auswirkungen auf Österreichs Nationalteam, deren Quartier an dieser Straße liegt und somit bis auf weiteres nicht mehr erreichbar ist. Die ÖJV-Kämpfer benötigten somit ein Ausweich-Quartier, übersiedelten in eine Unterkunft, die über die nach Norden führenden Pass-Thurn-Straße erreichbar ist. Auch andere Teams mussten offenbar umziehen. Außerdem sorgen die Schneemassen zu einem "Extra-Training": Schneeschaufeln. Allerdings dauerte dies recht lange, weshalb einige Sportler dafür bereits das Frühstück opfern mussten. Nicht optimal.

 

Die Pass-Thurn-Straße verbindet Mittersill mit dem Nobelskiort Kitzbühel, in dem eine Weltverbands-Delegation rund um IJF-Präsident Marius Vizer untergebracht ist. So finden dieser Tage in Österreich ein internationaler Kampfrichterkurs, ein Trainerseminar sowie ein Sitzung des Weltverbands statt.

 

Das Trainingslager ist mit rund 1100 Judoka sehr gut besucht. Dies führt dazu, dass diesmal sogar in drei Gruppen trainiert wird: Damen, Herren bis 73 kg sowie Herren über 73 kg. Von den Mühlviertlern trainiert seit Anfang der Woche Daniel Allerstorfer in Mittersill. Mitte und Ende der Woche folgen ihm noch mehrere Wagenladungen an UJZ'lern.



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