13. Sep

Gegi, warum hörst du jetzt auf?

Georg Reiter nennt vor seiner letzten Bundesliga-Heimpartie seine drei Lieblingskämpfe sowie das beste UJZ-Team, mit dem er je gekämpft hat.

Ende Legende.

 

Keiner im UJZ hat mehr Bundesliga-Kämpfe (167) bzw. -Siege (103) auf dem Buckel als Georg Reiter. Wie der 31-Jährige kürzlich erklärte, ist nach dieser Saison Schluss für ihn, womit die Partie am Samstag (19:30 Uhr) gegen Dynamic One in Niederwaldkirchen zur letzten Heimkampf in seiner Karriere wird.

 

Vor dem als Oktoberfest aufgezogenen Event - mit Festzelt, Musik, jeder Menge Nahrung und Menschen in Tracht (die aufgrund ihrer Kleidung diesmal keinen Eintritt zahlen) - hat sich der scheidende UJZ-Kapitän noch einem Interview gestellt, in dem er in sich hineinblick und in die Zeit zurückblickt:


Frage: Georg, du bist mit 167 Bundesligakämpfen UJZ-Rekordkämpfer. Warum ziehst du nach dieser Saison einen Schlussstrich?

 

Georg Reiter: Ich komme nicht mehr so zum Trainieren und habe auch nicht mehr so den Biss wie früher. Wenn du dann gegen Leute verlierst, wo du danach genau weißt, dass du nur wegen deines Trainingszustands verloren hast, dann zehrt das an dir. Dann möchtest du abtreten, solange du noch gut bist. Natürlich würden sich einige wünschen, dass ich noch kämpfen soll, solange ich noch 'kreien' kann. Aber ich denke, dass mir niemand böse sein kann, schließlich habe ich länger meinen Mann gestanden als viele andere. Es sind Junge da, die meinen Platz einnehmen werden.

 

War es das komplett mitm Kämpfen für dich?

 

Ich glaube schon, dass ich nochmal kämpfe - mein Bauchgefühl sagt das zumindest. Der Makula Michi hat mich letztens gefragt, ob ich bei der Masters-WM nächstes Jahr auf Gran Canaria mitmachen will. Da habe ich schon kurz die Ohren gespitzt - auch wenn es dort mehr um das Drumherum gehen würde. Wenn der Reiz kommt, werde ich kämpfen, aber wann das sein wird, da will ich momentan nicht festlegen.

 

Du warst jetzt 15 Jahre lang Teil der UJZ-Bundesligamannschaft. Wie hat sich diese im Laufe der Jahre verändert?

 

Am Anfang, als ich mit Leuten wie dem Prechtl Christian und dem Hofer Ernstl in einer Mannschaft war, war ich der Gringo, der mitgerannt ist. Aber die Jahre vergingen und auf einmal war ich einer der Älteren oder dann gar der Älteste. Wobei mir das schon getaugt hat, der Kapitän der UJZ-Mannschaft zu sein. Bis zum Ranger (Rene Schaubmayr; Anm.) gab es so etwas ja nicht.

 

Die drei Bundesliga-Kämpfe, an die du dich am liebsten zurückerinnerst?

 

Da fallen mir als erstes die Siege gegen starke Legionäre ein. Vor allem jener gegen den Spanier Sugoi Uriarte (Final Four 2009; Anm.), der ja damals Vize-Weltmeister war. Und der Sieg gegen den Polen Tomasz Kowalski (Final Four 2010/>> Video). Auch gerne erinnere ich mich an die Duelle mit Alex Weichinger in Ottensheim (2013/>> Video). Die Stimmung damals war riesig.

 

Video: Reiters Prechtl-Rolle gegen Vize-Weltmeister Uriarte im Final Four 2009

 

 

Was war die beste UJZ-Mannschaft, in welcher du je gekämpft hast?

 

Das nehme ich jene, die 2003 Meister geworden ist (siehe Foto unten). Auch wenn ich viele Team-Zusammenstellungen cool fand - ein Titel ist halt einfach etwas Besonderes. In der Rückschau ärgern einem dann natürlich die vielen Vizemeistertitel, einige mit Pech, andere selbstverschuldet.

 

Gibts einen Wunsch für deine noch ausstehenden Kämpfe heuer?

 

Noch einmal den Titel zu holen, wäre freilich Wahnsinn. Davon abgesehen habe ich dem Martin (Schlögl) schon gesagt: Wenn es nur irgendwie geht, möchte ich Einsätze bekommen, bei denen ich mit einem Sieg abschließen kann. Nicht, dass er mich bis 100 kg oder so aufstellt (schmunzelt).

 

Bundesliga-Meister 2003, stehend von links: Trainer Hans Makula, Pawel Nastula (POL), Rene Schaubmayr, Alexandru Lungu (ROU), Andreas Trudenberger, Roland Kasper, Ernst Hofer, Michael Mirschitzka. Kniend von links: Christian Prechtl, Peter Scharinger, Georg Reiter, Florian Bayr.

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