08. Nov

Es war uns ein Fest

Zwar unterliegt UJZ in der letzten Bundesliga-Runde Vienna Samurai 5:8, brennt in Hellmonsödt aber eine große Judo-Party ab.

 

Bravo, Hellmonsödt!

 

Wer die brodelnde Atmosphäre in der vollen Hauptschulhalle miterlebte, der rieb sich mit fast ein wenig Verwunderung die Augen. Denn obwohl das UJZ zum Saisonabschluss den Vienna Samurais mit 5:8 unterlag, war die Stimmung eine derart überschwängliche, sodass man glauben konnte, dass die Mühlviertler hier gerade einen Kantersieg gefeiert hatten.

 

Kurzum: Es war ein Fest, was die Sektion Hellmonsödt hier abbrannte. Werbung für den Judo-Sport!

 

Sportlich spielte sich die UJZ-Leistung in ähnlichen Sphären ab, wie vor einer Woche beim 5:8 gegen Flachgau. Unter dem Motto: Möglichst teuer verkauft, aber ohne Daniel Allerstorfer (bei African Open auf Mauritius) und Legionäre ist momentan nicht viel mehr drinnen.

 

Die Gäste waren indes mit Philip Graf (GER/-60) und Junior Degen (NED/-66) gleich mit zwei Legionäre aufgekreuzt. Kein Wunder, für die Wiener ging es ja noch um die Teilnahme am Final Four. Der Sieg in Hellmonsödt reichte ihnen letztlich aber nicht, da Wels parallel mit einem 7:7 gegen Wimpassing den notwendigen Punkt einfuhr.

 

Beim UJZ hatte man sich aufgrund der Olympia-Quali vergeblich um Legionäre bemüht. Nichtsdestoweniger lieferten Ramazan Isaev und Tobias Weixelbaumer den Gästen insbesondere im ersten Durchgang einen heißen Tanz. Erstgenannter war gegen Graf zunächst mit Yuko in Führung gegangen, ehe er mit Shido unterlag. Und Weixelbaumer hatte dem Niederländer sogar ein Unentschieden abgerungen. Das konnte sich sehen lassen.

 

Reiter drittbester Kämpfer der Liga

 

Georg Reiter war gegen den noch rekonvaleszenten Michael Korzinek, der nach einer Knie-OP sofort auf das Bein griff, ein wenig verschenkt, weshalb der Staatsmeister im zweiten Durchgang dann auch auf bis 90 kg raufgezogen wurde, wo er Bernhard Weißsteiner mit zwei Waza-aris schlug. Mit insgesamt zehn Siegen und einem Unentschieden beendet Reiter die Saison ungeschlagen und als drittbester Kämpfer der gesamten Liga.

 

Weißsteiner hatte wiederum vor der Pause bis 81 kg Martin Schlögl mit einem Handwurf sowie einem Abtaucher ipponisiert.

 

„Material-Schlacht“ bis 100 kg

 

Simon Hofer lieferte sich mit Dominik Huscava ein zweiteiliges Duell in verschiedenen Gewichtsklassen und mit unterschiedlichen Ausgängen. Im ersten Durchgang behielt der Sonnberger mit einem Ippon für Yoko-Tomoenage fünf Sekunden vor dem Ablauf der Zeit die Oberhand. Im Rematch agierte der Wiener clever im Griffkampf, siegte mit 3:1 in Shidos.

 

Eine regelrechte „Material-Schlacht“ bekamen die fast 250 Zuschauer bis 100 kg zu sehen. Rainer Binder und Christoph Radlherr schenkten einander herzlich wenig. Der Wiener wurde im ersten Durchgang seiner Favoritenrolle mit einem Ippon für Harai-goshi gerecht. Im zweiten überraschte dann der Hofkirchner. Bereits mit Waza-ari und Yuko hinten liegend drehte der Fleischhauer das Match noch mit einem Würger.

 

Im Schwergewicht versuchte sich Marcel Pautz gegen Clemens Prentner, allerdings erfolglos. Im ersten Durchgang hielt der Wiener den Mühlviertler Neuzugang fest, im zweiten war er mit Waza-ari für Harai-goshi siegreich.

Das war auch gleichzeitig der Schlusspunkt in der Liga-Saison des UJZ, welches das Jahr auf dem sechsten Platz beendet.

 

„Es freut mich sehr, dass hier wieder eine so stimmungsvolle Runde über die Bühne gegangen ist“, dankte Hausherr Ernst Hofer den vielen Helfern der Sektion Hellmonsödt.



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